MTBO-WM in Litauen - Laaanger Sprint in die Top20

Die MTBO-WM 217 ist schon wieder Geschichte. Leider konnten wir aus Zeitgründen dieses Jahr keine umfassenden Berichte zu den einzelnen Rennen liefern, drum wollen wir eine kleine Zusammenfassung der durchaus gelungenen Veranstaltung geben. Die deutschen Resultate des Mini-Teams haben sich im Verlauf der Woche gesteigert - Motivation für 2018 - und die Kurse und Gelände waren durchaus sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich.

 

Bereits am Freitag vor der WM-Woche reiste das Team in Form von Hendrik Hess und Anke Dannowski nach Vilnius in Litauen an. Die 15 h, im Sprinter mit integriertem Fahrradständer, vergingen doch erstaunlich schnell und wurden zusammen mit dem Amerikanischen Team, welches ein kleines Trainingslager in Norddeutschland einlegte, absolviert. Samstag gab es bei Sonne ein Gemeinschaftstraining im Nachbarwald der Mittelstrecke. Im Nachhinein läßt sich sagen, dass die durch eine Straße getrennten Wälder sich so gar nicht ähnelten. Der Model-Event im Regen am Sonntag an den steilen Hängen des Neris spiegelte das Gelände der Mittelstrecke am Montag schon eher wieder. Steile knackige, teils rutschige, Anstiege verhinderten, dass man in einen guten Fahrrythmus kam. Ein dichtes Wegenetz aus vielen kleinen Wegen erschwerte die Navigation. Hendrik und Anke erwischten keine sauberen Rennen, zeigten aber streckenweise, dass sie auch in kniffligen Geländen orientieren können. Es reichte zu den Plätzen 31 (Anke) und 62 (Hendrik).

Nein, dass sind nicht die Karten der gesamten WM-Woche ... Die beiden waren guter Dinge für den Massenstart der aus mehr als 40 Posten und 5 Karten (4 Kartenwechsel) bestand. Für Beide gab es im Gedränge der Massen einen relativ hektischen Start und waren bald mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Ab und an gruppierten sich Fahrer zusammen. Während Hendrik im letzten Renndrittel mit einem Italiener und Österreicher gut zusammenarbeitete, holte Anke nach einer kleinen Aufholjagd eine Tschechin und Schwedin auf. Ein starkes Finale im Alleingang führte zu einigen Top10-Splitzeiten bis ins Ziel. Dort kam jedoch das Böse Erwachen. Im Eifer des Gefechtes stempelt Anke einen Männerposten und in fast der selben Ecke der Karte stempelte Hendrik einen Frauenposten. Wirklich schade, nach einem vor allem für Hendrik guten Rennen. Das Massenstartrennen an sich bestand aus den verschiedenen Einzeldisziplinen. Es wurde mit einer Art Mitteldistanz begonnen, danach ging es auf den Karten 3 und 4 (Wechsel zu Maßstab 1:5 000) in eine Art Sprint. Auf der 5. Karte, wieder mit 1 : 10 000, glich die Bahnlegung einer Langstrecke.

Nach zwei Ruhetagen (nicht genug dt. Starter für eine Staffel) hieß es für Anke und Hendrik auf der Langstrecke ranzuklotzen. Hendrik, mit Startnummer 20 glücklich in der orangenen Gruppe, konnte davon nicht so richtig profitieren und hatte mit dem ein oder anderen größeren Fehler zu kämpfen. Anke hatte einen recht guten Start und gute Routenwahlentscheidungen. Sie musste dann aber ebenfalls einen 4-min-Fehler verkraften. Gegen Ende gab es noch einige unglückliche Routenentscheidungen, so dass es nach gesteigerter Leistung nicht über Platz 22 hinaus ging. Hendrik fuhr auf Rang 54 ein.

Im heutigen Sprint durch die Altstadt, Hinterhöfe und Parks von Vilnius mit TV Live-Übertragung im litauischen Fernsehen konnte Anke nochmal ein wenig zeigen, dass sich auch die deutschen im MTBO nicht ganz verstecken müssen. Ein Anfangsfehler, danach ein relativ sauberes Rennen führte zu Platz 18. Hendrik hatte im wesentlichen eine schlechte Routenentscheidung und einen etwas größeren Orientierungsfehler und fuhr damit auf Platz 58 im wiederum sehr engen Feld.

Eine fast reibungslose WM-Woche im MTBO, mit Wäldern im Stadtgebiet von Vilnius geht mit dem heutigen Sprint zu Ende. Es wurden wieder tolle Erlebnisse aufgesogen und die Motivation für 2018 ist auch schon gekommen. In der Hoffnung, dass sich wieder mehr Starter dem Team zugesellen und vielleicht auch ein wenig Nachwuchs aufrücken kann.

 

 

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