MTBO-WM: Flache Langstrecke und rasanter Sprint mit Platz 13 zum Abschluss

Auch die MTBO-WM 2018 ist nun beendet. Diese Augustwoche hatte einiges zu bieten, denn parallel wurden die Weltmeisterschaften im Fuß-O sowie im Trail-O ausgetragen. Mit ebenfalls guten deutschen Ergebnissen. Bei den Mountainbikern ging es auf eine lange Langstrecke und zum Abschluss in den Sprint in einem Kasernengelände.

 

Der Bergrücken direkt südlich von Zwettl bot genügend Platz um über die Langstrecke die Weltmeister zu finden. Gut 46 km und 760 hm für die Männer sowie 38 km und 650 hm für die Frauen deuteten schon im Vorfeld auf ein Zwei-Stunden-Rennen hin. Die Temperaturen waren gut 10° C niedriger als noch an den Tagen zuvor, das machte es neben dem etwas flacheren Gelände für die Wettkämpfer doch etwas einfacher. Einen guten Einstieg ins Rennen erwischte Mark Huster, der bis zur Rennhälfte unter den ersten 30 fuhr. Leider entschied er sich auf dem Weg zu Posten 10 für eine zeitraubende Route. Durch den 5 min Fehler wurde er in das Umfeld seiner Schlussposition gespült. Durch die ein oder andere nicht optimale Route blieb er in diesem Umfeld und finishte als 48. Kurz dahinter auf Platz 51 kam Hendrik Hess ein, der im Laufe der Woche immer besser und konstanter orientierte, lange Zeit fuhr er als bester Deutscher bis ihm gegen Ende etwas die Luft ausging. Denny Albert konnte in der ein oder anderen Rennphase von ihm umgebenden Fahrern profitieren, entschied sich aber ebenfalls für eine ungünstige Route zu Posten 10. Im letzten Renndrittel konnte er nochmal beachtliche 13 Plätze gut machen. Sebastian Anders profitierte erneut von seiner soliden Orientierung steckte jedoch physisch etwas zurück um für den Sprint am folgenden Tag noch ein paar Körner zu behalten. Weltmeister auf der Langstrecke der Männer wurde der tschechische Favorit Krystof Bogar.

Gute Routenwahlentscheidungen gepaart mit einigen Orientierungsfehlern prägten das Rennen von Anke Dannowski auf der Langdistanz. Zur Rennmitte konnte sie nochmal das Tempo forcieren und legte einige Top6 Zwischenzeiten hin. Mit Platz 17, mit 11 min Rückstand auf Weltmeisterin Martina Tichovska, sorgte sie für ein erneutes Top20 Ergebnis. Die Wälder um Zwettl und die deutschen Teilnehmer werden wohl nicht die besten Freunde werden. Andere WM-Teilnehmer konnten sich deutlich besser auf die teilweise schlecht erkennbaren Wege und Wegeinstiege einstellen und fuhren im zunehmenden Wochenverlauf sicherer.

Mark Huster - LangstreckeDenny Albert - Langstrecke im ZieleinlaufHendrik Heß - LangstreckeSebastian Anders - MassenstartAnke Dannowski - Massenstart

Der Sprint hatte einen komplett anderen Charakter als die Tage zuvor. Das Kasernengelände Lichtenstein östlich von Allensteig ist ein offenes brettebenes Terrain versehen mit ein paar kleinen Waldecken. Die meisten Wiesen im Kasernen-Gelände durften per Rad gequert werden, außerhalb galt wieder striktes Wegegebot. Die Eckdaten und das Gelände erforderten einen komplett anderen Rennansatz als die Tage zuvor. Im Sprint hieß es all out und versuchen die Konzentration oben zu behalten. Im Frauen-Rennen gab es immer wieder Passagen mit einem größeren Postenabstand der auf Asphalt zu bewältigen war, so dass dort für die komplizierten Postenabschitte gut vorgeplant werden konnte. Dies lag Anke Dannowski wie auch vielen anderen Fahrerinnen, so dass am Ende die klitzekleinen Details über die Medaillenvergabe und die Top10-Platzierung entschieden. Bei Anke verhinderte ein übermäßig langer Kartenwechsel ein besseres Ergebnis als Platz 13. 25 s Stillstand sind im Sprint eine Welt und ein drittel vom Gesamtrückstand von 1:15 min auf die neue Weltmeisterin Henna Saarinen aus Finnland.

Den deutschen Männern liegt der Sprint meist nicht ganz so gut, hier fehlt vermutlich die hohe Endschnelligkeit und die Souveränität im fahren der entschiedenen Routen. Dennoch hielten sich auch bei unseren Männern, mit ca. 5 min, die Rückstände zum Weltmeister Anton Foliforov aus Russland in Grenzen. Bester Deutscher war an diesem Tag Hendrik Heß auf Platz 64. 

 

 

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